PSYCHOTHERAPIE – Wesentliches im Überblick

Integrative Gestalttherapie ist eine wissenschaftlich fundierte, effektiv-wirksame und gesetzlich anerkannte Psychotherapierichtung. Integrative Gestalttherapie wird zu den humanistischen Psychotherapierichtungen gezählt und gilt als erfahrung-, erlebnis- und wachstumsorientierte Methode. Alle Menschen verfügen über das kreative Potential zu geistig-seelischer Gesundheit, bei ausreichender innerer und äußerer Stütze.

Ein wertschätzender Umgang,  begleitet von einem aufrichtigen Interesse an der anderen Person, kennzeichnen mein Verständnis des therapeutischen Miteinanders. Von Ihrer Seite bringen Sie die Bereitschaft mit, sich auf eine vertrauensvolle Arbeitsbeziehung mit mir als Therapeutin einzulassen, sowie ein grundlegendes Interesse sich selbst besser kennen zu lernen. Psychotherapie beruht auf dem Prinzip der Freiwilligkeit. 

Jeder Mensch kann im Laufe seines Lebens Herausforderungen begegnen, die sehr fordernd sind und viel Kraft abverlangen.
Manchmal entwickeln sich in dieser Zeit Symptome und Erkrankungen wie Depression, Ängste, Schlafstörungen, körperliche Beschwerden, Grübeln, Antriebslosigkeit, Süchte und vieles mehr. Auch Zeiten gesteigerter Unzufriedenheit – die im Leben mit Umbruchphasen häufig einhergehen – sind vielen durchaus vertraut.

Um diese Lebensabschnitte positiv zu durchlaufen und wieder Gesundheit, Wohlbefinden und eine höhere Lebensqualität zu erreichen ist es sinnvoll sich professionelle Unterstützung zu holen. Im Gespräch geht es darum aktuelle Gedanken, Gefühle, Körperempfindungen und sein Verhalten bewusst wahrzunehmen, um zu einem „sowohl als auch“ und einem flexiblen Leben zu finden.

Eine weitere Grundannahme ist, dass jede Person sich nur im Austausch mit anderen und der Umwelt ausdrücken und erfahren kann. Die Gestalttherapie arbeitet daher auch immer an der Qualität der Kontakt- und Beziehungsfähigkeit.

Der gestalttheoretische Ansatz hat einen breiten Anwendungsbereich und wird beispielsweise in psychotherapeutischen Praxen, Krankenhäusern und klinischen Einrichtungen, Rehazentren, in der Supervision, in der Organisationsentwicklung und -beratung, sowie der Führungskräfte- und Persönlichkeitsentwicklung eingesetzt.

Im Laufe eines jeden Jahres erleidet - je nach Krankheit - 1/4 bis 1/3 der EU-Bevölkerung mindestens eine psychische Erkrankung, am häufigsten verbreitet sind Depressionen und Angstzustände.* Bereits jeder zweite ist im Laufe seines Lebens von psychischem Leid betroffen: Das Lebenszeitrisiko, an einer psychischen Störung zu erkranken liegt bei über 50% der Bevölkerung.**

Um Folge- und Langzeitwirkungen zu vermeiden ist es wesentlich, möglichst rasch geeignete Unterstützung zu erlangen und eine entsprechende Behandlung zu erfahren. Nicht behandelte Leidenszustände können zu Chronifizierungen und einer eingeschränkten Lebensqualität führen.

 

* Quelle: WHO Bericht: RC63 Faktenblatt zu psychischer Gesundheit | WHO Regional Office for Europe

** www.tu-dresden.de/presse/psyche.pdf

Veränderung ist nur im aktuellen Geschehen möglich – nicht in der Vergangenheit. Alles was wesentlich ist, zeigt sich auch in der momentanen Begegnung. Beispielsweise beeinflussen unabgeschlossene Situationen unsere Verhaltensmuster indem wir Handlungen setzen, die einst hilfreich waren - jetzt jedoch hinderlich sind. Hier geht es darum diese Muster wahrzunehmen und aufzuarbeiten.

Körperliches Nachspüren und Experimentieren mit neuen Verhaltensweisen unterstützen den Veränderungsprozess und des Wachstum. Daher werden neben dem Gespräch auch Elemente des psychodramatischen Rollenspiels, kreative Medien, Bewegung und Körperausdruck eingesetzt. Durch die Betonung des Erlebens in der Gegenwart wird die Wahrnehmung sensibilisiert und die Bewusstwerdung von Empfindungen, Gefühlen, Bedürfnissen und Phantasien gefördert.

Wie wir einander begegnen?
Die Person wird als Individuum mit seiner ganz persönlichen Lebensgeschichte wie auch im sozialen und gesellschaftlichen Kontext gesehen. Meine Aufgabe als Therapeutin ist es, Menschen in Ihrem persönlichen Entwicklungsprozess zu begleiten. Absolute Verschwiegenheit und Diskretion bilden den entsprechenden Rahmen für einen sicheren Ort der Begegnung.


Es bedarf Mut zur Bejahung der Erschütterung der Existenz als eine Notwendigkeit zur Verwirklichung der eigenen Wesenheit.

Kurt Goldstein (Pionier der Psychosomatik, Neurologe und Psychiater)

VIDEO: Psychotherapeutische Gespräche hinterlassen „Spuren im Gehirn“

TV-Beitrag zur Wirksamkeitsstudie:  „Wie wirkt Psychotherapie“