COACHING – Wesentliches im Überblick

Warum Coaching?

Coaching ist eine Beratungsmethode, mit einem klar zielfokussierten-, lösungs- und ressourcenorientierten Vorgehen. Im Zentrum steht die Fähigkeit, das individuelle Potenzial zu fördern sowie neue Sichtweisen und Lösungsstrategien zu entwickeln. Besonders in herausfordernden, unsicheren, kritischen oder von starker Konkurrenz geprägten Situationen ist es hilfreich sich Unterstützung zu holen. Sie erhalten eine Perspektive von außen, klare Rückmeldungen und authentisches Feedback.

Hansjörg Künzli, Wirksamkeits- und Führungskräfteforscher an der Universität für Angewandte Wissenschaften in Zürich, untersuchte (2005) 22 empirische Studien und findet positive Wirkungen durch Coaching wie z.B. emotionale Entlastung, Stressabbau, Perspektivenwechsel und erhöhte Selbstreflexionsfähigkeit.*

 

* H. Künzli: Wirksamkeitsforschung im Führungskräfte-Coaching.
In: OSC Organisationsberatung – Supervision – Coaching. 3/2005, S. 231–244.

Wer profitiert von Coaching?

Strukturierte Gespräche, Reflexion und kritisch-konstruktives Betrachten der individuellen Situation ist quer über alle Hierarchien, Funktionen, Branchen und Themen sinnstiftend. Themen können verschiedener Natur sein z. B. Fragen des beruflichen Alltags (Führung, Kommunikation und Zusammenarbeit) oder auch private Angelegenheiten.

Ihr Nutzen:

  • Entscheidungsstärke (wieder) gewinnen
  • Klarheit & rascherer Durchblick
  • Strategieentwicklung & Zielfindung: Eigenes von Fremdem trennen, Wünsche durchdenken, Risiken kalkulieren
  • Lebensstil, Energielevel & Anforderungen in Einklang bringen etc.
Wie wird gearbeitet?

Veränderung von Blickwinkeln sowie systemische Fragetechniken können dabei helfen, neue Interpretationen oder Wege im Umgang zu liefern. Dazu gehören Skalierungen, zirkuläre oder konstruktive Fragen. Mit Hilfe von Visualisierungstechniken wie z.B. dem Systembrett kann der Betrachtung von Bewertungsmustern oder unterschiedlichen Rollenbildern in unterschiedlichen Systemen nachgegangen werden. Sesselarbeiten und die Arbeit mit dem inneren Team eignen sich zur Bearbeitung inter- und intrapersonaler Konflikte und deren Wechselwirkungen.

Die Ziele der Gespräche reichen von der Einschätzung und Entwicklung persönlicher Kompetenzen und Perspektiven über Anregungen zur Selbstreflexion bis hin zur Überwindung von Konflikten mit Mitarbeitern, Kollegen oder Vorgesetzten. Dabei fungiert der Coach als neutraler Gesprächspartner.

Neben systemischen Interventionstechniken wird meine humanistische Grundhaltung Menschen gegenüber wirksam: ich persönlich gehe von einem positiven, ressourcenorientierten Menschbild aus. Jede Person besitzt die Fähigkeit zu kreativem Wachstum und konstruktiver Veränderung. Auch Symptome werden als kreative Anpassungsleistungen aus früherer Zeit verstanden.

Wofür steht Coaching noch?

Im Coaching werden keine direkten Lösungsvorschläge durch den Coach geliefert, sondern die Entwicklung eigener Lösungen wird begleitet.

Im Unterschied zu Psychotherapie stehen Themen im Vordergrund, die meist einen konkreten Anlaßfall haben und nach einer Lösung verlangen. An dieser Lösung wird zielstrebig gearbeitet, wobei die inhaltliche Expertise der Coachee mitbringt und der Coach als Prozessbegleiter zur Klärung der Situation beiträgt.


Wenn es funktioniert – mach mehr davon. Wenn das, was du tust, nicht funktioniert, dann mach etwas anderes.

Steve de Shazer (amerikanischer Psychotherapeut, Begründer der lösungsorientierten Kurztherapie)